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Geschichte der Deutschen in Syracuse und Onondaga County
Nebst Kurzen Biographien
von Beamten und Hervorragenden Buergern


Die Deutschen in Syracuse von 1825-1840
[The Germans in Syracuse from 1825-1840]

English translation at the bottom of this page


[pages 93-102:]


In dem Zeitraum zwischen 1804 und 1826 scheinen keine deutschen Einwanderer sich in Salina dauernd niedergelassen zu haben. Im letztgenannten Jahre kam Johann Graff, ein Elsässer, mit seiner Familie nach Syracuse. Er blieb 4 Jahre und zog weiter nach Lancaster in Erie County. Dessen Sohn, Johann Graff, war 4 Jahre alt, als er mit seinem Vater zuerst nach Syracuse kam, und kehrte 1834 von Lancaster hierher zurück, wo er sich dauernd niederliess. Er bekleidete später mehrere öffentliche Ehrenämter und war u. a. Stadtrath für die zweite Ward.

In 1828 kam Nicholaus Grumbach, Vater des bekannten Obersten Nich. Grumbach, hierher. Er war ein Elsässer, wie auch Gabriel Blumer, der um dieselbe Zeit angekommen sein muss.

In 1829 kamen Joseph Drumma (eigentlich Trommelschläger) und Martin Bahrle, beide Elsässer, nach Salina. Der erstere war lange Jahre Armenpfleger der ersten Ward. Friedrich Schneider, seiner Zeit allgemein bekannt als "Schneider" Schneider war ein Württemberger und kam gleichfalls in 1829, wie auch John M. Werner, ein Badenser.

In 1831 kamen Blasi Schemel (Badenser) und die Elsässer Christian Rupprecht, Joseph Flick und Georg Ruscher mit ihren Familien. Der erstere war Grossvater des Obersten Nicholas Grumbach. Dieselben wollten eigentlich nach Buffalo gehen, wo Rupprecht Verwandte hatte. Es war spät im Herbste und als sie mit dem Kanal-Boot bis nach Syracuse gekommen waren, fror der Kanal zu und sie blieben hier. Rupprecht’s Tochter, Elisabeth, hierathete Nicholas Grumbach im Jahre 1831 oder 1832. Sie zogen nach Detroit, wo Oberst Grumbach 1835 geboren wurde, kehrten aber 1838 hierher zurück. Frau Elisabeth Grumbach ist 81 Jahre alt und scheint hier die älteste deutsche Pionierin zu sein. Heinrich Herbener, ein Preusse, kam um dieselbe Zeit. Er war Musiklehrer und lieferte die Tanzmusik bei allen festlichen Gelegenheiten jener Zeit.

Es mag von Interesse sein, zu erfahren, wie Syracuse um diese Zeit aussah. Die meisten Gebäude standen in unmittelbarer Nähe des Canals. Von Lodistrasse kam ein Bach herab, "Yellow Brook" genannt, durch die Wasserstrasse bis zur Lemonstrasse, wandte sich dann südlich und südwestlich bis in die Nähe der heutigen Harrisonstrasse, wo er sich nach Norden wandte, dann in der Nähe des Farmer-Blocks Warrenstrasse kreuzte und schräg durch Jeffersonstrasse der Salinastrasse entlang südlich von Fayettestrasse in Onondaga Creek floss. Erst im Jahre 1838 wurde dieser Bach völlig ausgefüllt.

Zwischen Chestnutstrasse und Fayette Park gab es weder Häuser, noch Verbesserungen oder urbares Land. Nördlich von der Turnpike waren die Bäume gefällt, um Brennholz für die Salzsiederei zu gewinnen, aber die Baumstumpfen standen noch. Auf der Südseite des grossen Sumpfes standen Bäume und Gebüsch noch in unberührter Wildniss. Für Fuhrwerke war der Sumpf noch immer unpassirbar. Auf der Westseite von Salinastrasse, südlich vom "Yellow Brook" gab es kein einziges Gebäude, und auf der Ostseite stand das letzte auf dem 4. Grunstück südlich von Fayettestrasse. Dort wo der "Yellow Brook" Salinsastrasse kreuzte, befand sich eine tiefe Schlucht, und noch in 1824 lag die Salinastrasse etwa 6 Fuss höher als jetzt und war sehr uneben und hügelig.

Der Standttheil, welcher heute Onondagastrasse durchschneidet, war damals ein sumpfiger Cedernwald. Der Theil zwischen Salina-, Washington-, Warren- und Fayettestrasse stand in 1824 noch gänzlich leer, ausser einigen Bäumen. In 1825 bauten die Presbyterianer eine Kirche, wo heute McCarthy’s Gebäude steht. Wo das neue Gebäude der Onondaga County Sparbank jetzt steht, stand damals ein Theil des späteren "Syracuse House", und an Stelle des Wieting Block gab es ein zweistöckiges Gebäude. Zwischen Salina-, Ost-Fayette-, Warren- und Jeffersonstrasse stand ein einziges Häuslein. Der Haupttheil des Dorfes lag zwischen Washington-, Montgomery-, Fayette- und Warrenstrasse. Nördlich vom Kanal bis nach Salina war alles unbewohnt und meistens bewaldet.

Die "Syracuse Company" arbeitete indessen rastlos an der Verbesserung des Territoriums, Handel und Verkehr nahmen grössere Dimensionen an und der Ruhm der Salzwerke übte eine starke Anziehungskraft auch auf die deutschen Einwanderer aus.

Unter diesen verdient eine kleine Schaar erwähnt zu werden, die nach mancherlei Irrfahrten im Jahre 1833 ankam. Friedrich Schnauber kam 1831 mit seiner und einigen anderen Familien aus der Umgegend von Giessen in Hessen mit dem Segelschiff "Elisabeth" nach New-York. Dort angelangt, wollten sie nach Baltimore in Maryland, wo Landsleute ansässig waren. Ein Makler wusste sie jedoch zu überreden, nach Cape Vincent in Jefferson County, am Ufer des Ontario, zu gehen um Land urbar zu machen. Sie fuhren also nach Albany und nahmen Passage auf einem Kanalboot. Unter der Schaar befanden sich einige Bauernfamilien, die ihre heimathlichen Ackergeräthe mit sich führten. Die Kanalfahrt war äusserst langsam und beschwerlich. In der Nähe von Rome wurde einer von ihnen bei der Durchfahrt unter einer Brücke zu Tode zerquetscht und begraben. Die übrigen passirten Syracuse, das nichts Verlockendes für sie hatte. Auf dem Oswego-Kanal gelangten sie endlich an den See Ontario und fuhren nach Cape Vincent. Sie hatten nach den Beschreibungen des Maklers ein kleines Paradies zu finden gehofft und nun fanden sie sich schmählich betrogen in einer zwar romantischen Gegend, aber äusserst ungeeignet, selbst beim besten Willen ihnen Lebensunterhalt zu gewähren. Die Bauern unter ihnen sahen das Hoffnungslose der Lage ein und fuhren wieder zurück. Schnauber, der ein Schneider war, und Georg Lupp, ein Töpfer, nebst einem andern Genossen Namens Walter, verstanden nichts von der Landwirthschaft, glaubten aber, dass sich doch noch etwas machen liesse. Sie harrten zwei Jahre aus, in welcher Zeit sie meist von "Johnnie" Cake lebten. Walter besass ein gutes Theil Galgenhumor und wenig Gewissen. Er schrieb nach Baltimore an einige Landsleute, und lud sie dringend ein, doch nach Cape Vincent zu kommen. Er beschrieb alles in glänzenden Farben und schloss mit den denkwürdigen Worten: "Kommt und theilt meinen Ueberfluss mit mir!" während er kaum genug hatte, um Leib und Seele zusammenzuhalten. Die Einladung wurde angenommen und so kam Ernst Hoecher nebst einigen Kameraden den weiten Weg von Baltimore nach Cape Vincent, um die unangenehme Entdeckung zu machen, dass sie ganz unchristlich hinter’s Licht geführt worden waren. Ein Gutes kam aber doch von diesem Eulenspiegelstreich. Die Neuangekommenen redeten den ausgehungerten Kolonisten zu, mit ihnen nach Syracuse zurückzugehen. Zuerst ging es nach Oswego, wo die Frauen und Kinder bis zum Frühjahr (1833) verblieben, während die Männer direckt nach Syracuse kamen. Eine Tochter von Friedrich Schnauber, Elisabeth, die verwittwete Frau von Johann Keller, lebt noch in rüstiger Gesundheit, 77 Jahre alt, in dem Hause No. 616 Parkstrasse. Bei ihrer Landung in 1831 war sie 11 Jahre alt, und da sie seit 1833 hier wohnt, ist sie, nach Frau Elisabeth Grumbach, die zweitälteste deutsche Pionierin in Syracuse.

Mit Bezug auf Ernst Höcher sei noch bemerkt, dass die Reise nach Cape Vincent gute Folgen für ihn hatte, indem er dadurch veranlasst wurde, sich in Syracuse niederzulassen, wo er es als Cigarrenfabrikant zu Wohlstand und Ansehen brachte. Er wurde am 29. Sept. 1840 amerikanischer Bürger und unterzeichnete sich mit seinem richtigen Namen. Der County Clerk begann aber sofort an demselben sein Verbesserungswerk, indem er in der betreffenden Urkunde den Namen als Arnest Hager angab. Wieviele andere Verwandlungen der Name noch durchmachen musste, ist unbekannt. Schliesslich wurde aber Hier daraus, und unter diesem sind seine Nachkommen heute noch bekannt. Sein ältester Sohn, Geo. P. Hier, war 1875 Mayor von Syracuse, der erste Deutsche, welcher hier zu diesem Amt erwählt wurde. Sein anderer Sohn, John P. Hier, ist Cigarrenfabrikant. In dieser Verbindung sei auf die häufige Veränderung der deutschen Namen aufmerksam gemacht. Man nimmt gewöhnlich an, dass alle solche Veränderungen von den betreffenden Trägern selbst vorgenommen werden, etwa weil sie ihre deutsche Abstammung verbergen wollen, oder aus was sonst für Beweggründen. Die Beobachtung beweist jedoch, dass diese Verstümmelungen meist aus der Sprachunkenntniss der betreffenden Beamten entstehen und die so entstandenen Namen werden dann gewöhnlich beibehalten.

Vom Jahre 1833 an nahm die Einwanderung bedeutend zu und nach diesem Zeitpunkt ist es unmöglich, die einzelnen Namen anzuführen. Viele von ihnen wurden im September 1840 naturalisirt, woraus sich schliessen lässt, dass sie anfingen in der Politik eine Rolle zu spielen, wenn nicht als Candidaten, so doch als Wähler. Wir erwähnen die folgenden: Nicholas Schäfer, Jacob Pfohl, Johann Henesberger, Johann Baur, Johann Buch, Jakob Klein, Lorenz Becker, Theobald Schnebelen, Caspar Schneider, Theobald Kieffer, Georg und Nicholas Salladin, Philipp Georg Küster, Joseph Schneider, Philipp Dausmann, Christian Futsch, Andreas Lienhardt, Georg und Jacob Meier, Ignaz Fiesinger, Philipp Rapp, Dominik und Joseph Larobardiere, Joseph Wermelinger, Joseph Matty, Andreas Wack, Nicholas Stemmer, Johannes und Sebastian Küppler und Franz Greiner, alle Elsässer. Ferner die Bayern: Johannes Oertel, Anton Zimmer, Philipp Schafer, Wilhelm Rübbel, Peter Müller, Fried. Hess, Peter Fisselbrandt und Georg Köning. Aus Baden kamen: Franz Blos, Andreas Bodemer, Georg Reinschmidt, Andreas Fesenmeier, Karl Webber (Weiber), Joseph Häglin (Hakelin), Karl und Jakob Meebold, Jakob Miller, Jakob Meyer und Georg Miller. Aus Preussen kamen: Michel Meizer, Joseph Afferdick, Nicholaus Scherrer (Scharrer), Johann Schwerin (Schwareen) und Jakob Weiland. Aus Hannover: Heinrich Lammert und Franz Middendorf. Aus anderen deutschen Ländern: Adam Listmann, Ludwig Pollmann, Ludwig und Johann Yehling, Philipp Zahn, Friedrich Strangemann, Johann und Georg Köhnlein und Jakob Hügel. Aus der Schweiz: Johann J. Lucksinger, Johann Kägi, Johann Dillenbach (Dillenbeck) und dessen Sohn gleichen Namens.

Als Kuriosa seien noch die folgenden Namens-Verstümmelungen erwähnt: Wilhelm Rübelm (Bürger am 28. September 1840) wurde in Ribble umgewandelt, woraus später Rübbel wurde. Aus Schnebelen wurde am selben Tage Schnevelin gemacht und heute heisst der Name Snavlin. Aus Larobardiere wurde Labadie. Die beiden Träger dieses echt französischen Namens waren Elsässer, sprachen aber deutsch und gehörten zu einer deutschen Kirche. Die beiden Brüder Küppeler mussten es sich gefallen lassen, dass sie in Kipperly umgetauft wurden. Ihre Nachkommen nennen sich heute Kippley, und unter ihnen befindet sich ein hiesiger Advokat. Am schlimmsten aber erging es dem Schweizer Kägi. Als der County Clerk mit ihm fertig war, hiess er Keachie. Auf allen Naturalisations-Urkunden haben die betreffenden in deutlicher und meistens in deutscher Schrift ihre richtigen Namen geschrieben, ausser zwei. Der eine, Paul Schwartz, schrieb selbst Swartz, der andere, Johann Buch, schrieb in deutschen Buchstaben „Schan Buch". Der County Clerk besorgte den Rest und machte aus Buch – Book, und der Yankee war fertig. Nur zwei waren unfähig ihren Namen zu schreiben und machten ein Kreuz. Es waren dies: Nicholas Salladin und Nicholas Stemmer, beide Elsässer. Die meisten der Vorgenannten kamen vor dem Jahre 1835 und einige vor 1838. Fast alle gehörten der arbeitenden Klasse an und fanden zum grössten Theil Beschäftigung in den Salzwerken. Doch irrt man sich, wenn man annimmt, dass die Arbeitsverhältnisse in jener Zeit sehr günstige gewesen seien. Es gab auch damals Arbeitslosigkeit und mancher jener frühen Ansiedler musste 7 bis 8 Meilen in’s Land gehen, um durch Holzfällen den Unterhalt für sich und seine Familie zu verdienen. Es gab keine Wohlhabenden unter ihnen zu jener Zeit; sie alle hatten vollauf zu thun, um ihr einfaches Leben zu fristen. Es ist ihnen jedoch gelungen, und die Nachkommen der meisten haben es zu Wohlstand und in manchen Fällen auch zu Ansehen gebracht. Zur Entwickelung des Gemeinwesens haben sie ihren Antheil beigetragen und die Anerkennung dafür ist ihnen nicht gänzlich versagt geblieben.

In 1837 trat ein Ereigniss ein, welches die Deutschen von Syracuse auch in Mitleidenschaft zog. Die Canadier hatten seit etwa 4 Jahren sich geweigert, gewisse Steuern zu bezahlen, es sei denn, die englische Regierung gewähre ihnen gewisse Rechte, wie zum Beispiel Erwählung von Volksvertretern in die Legislatur und völlige Kontrolle über die Exekutive. Man sieht, dies Vorgehen hatte grosse Aehnlichkeit mit den Ereignissen, welche der amerikanischen Revolution vorhergingen. Die englische Regierung verweigerte diese Zugeständnisse und im Dezember 1837 brach eine offene Revolte im unteren Canada aus, besonders in der Provinz Ontario. Die Kanadier strebten nach Unabhängigkeit und rechneten auf thatkräftige Unterstützung seitens der Vereinigten Staaten. Die amerikanische Regierung hielt sich wohlweislich jeder Einmischung fern, konnte es aber nicht verhindern, dass einzelne Freischaaren sich organisirten, um den Canadiern zu Hilfe zu kommen. Eine solche Schaar wurde 1838 auch in Syracuse organisirt, welche dann gemeinsam mit anderwärts organisirten Truppenkörpern den St. Lawrence-Fluss überschreiten und in Canada einfallen wollten. Die gesammte Kriegerschaar zählte schliesslich nur 250 Mann; von diesen waren 36 aus Onondaga County und 9 derselben waren Deutsche. Unter den Deutschen befand sich ein gewisser General S. von Schultz und dieser wurde als erfahrener Soldat zum Anführer der Expedition gemacht. Diese Schaar ging programmgemäss über den St. Lawrence, da die übrigen Abtheilungen aber ausblieben, wurden sie bald überwältigt und eingesperrt. General von Schultz, als der Anführer, wurde vor ein Kriegsgericht gestellt und am 8ten Dezember, 1838, in Kingston, Canada, gehängt. Martin Woodruff und Christopher Buckley, zwei Offiziere, wurden gleichfalls verurtheilt und hingerichtet, der erste am 19. Dezember, 1838, der letztere am 4. Januar, 1839. Unter den übrigen 8 Verurtheilten, die am 11. Februar 1839, gehängt wurden, befand sich auch Leman Leech von Liverpool. Eine Anzahl der Freischärler aus Onondaga County wurden nach Vandiemensland verbannt, darunter 3 oder 4 Deutsche aus Salina. In 1849 wurden sie durch allgemeine Amnestie befreit. Die übrigen Theilnehmer an der Expedition wurden ihrer Jugendlichkeit wegen in Freiheit gesetzt, nachdem sie etwa 4 Monate im Gefängniss gesessen hatten. Weiter unten wird ein besonderer Bericht über diese interessante Episode gegeben.

Von Schultz war im Jahre 1836 nach Syracuse gekommen, genoss während seines zweijährigen Aufenthalts hier grosses Ansehen, sowohl bei den Amerikanern, wie auch bei den Deutschen, zu denen er sich zählte. Er war eigentlich ein Schwede, der Abstammung nach. Einer seiner Vorfahren war Gouverneur von Finnland, als dieses Land noch zu Schweden gehörte. Mütterlicherseits stammte er von dem schwedischen Vice-Admiral Gripenborg ab. Als Finnland russisch wurde, verzog die Familie von Schultz nach Krakau. Im polnischen Revolutionskrieg (1830) kämpfte sein Vater als Major eines Krakauer Regimentes für die Freiheit Polens und fiel in iner Schlacht. Auf dem Schlachtfelde wurde der Sohn vom Regiment als Führer erkoren. Die polnische Sache ging aber verloren und er musste fliehen. Nach mancherlei Abenteuern in Europa und Nordafrika als Offizier der französischen Fremden-Legion, fand er seinen Weg nach Amerika und ging zunächst nach Virginien. Hier erlangte er ein Patent für verbesserte Salzbereitung und dies war der directe Anlass, weshalb er nach Syracuse, oder eigentlich nach Salina kam, wo er sich mit der Salzbereitung befasste. Zur Zeit als er mit der erwähnten Expedition auszog, war er etwa 40 Jahre alt und mit einem Fräulein Emeline Peck von hier verlobt. [page 102]

English translation:

The Germans in Syracuse from 1825 to 1840

In the period between 1804 and 1825 no German immigrants seem to have permanently established themselves in Salina. In the latter year, Johann Graff, a native of Alsace [an "Elsässer"] came with his family to Syracuse. He stayed four years and then moved on to Lancaster in Erie County. His son, Johann Graff, was four years old when he first came to Syracuse with his father, and he returned from Lancaster in 1834 and settled here. He later filled several public honorary positions and was, among other things, city councilman for the Second Ward.

In 1828 Nicholaus Grumbach arrived, father of the well-known Colonel Nich. Grumbach of these parts. He was a native of Alsace, as was also Gabriel Blumer, who must have arrived around the same time.

In 1829 Joseph Drumma (actually Trommelschläger) ["drum-beater"] and Martin Bahrle, both Elsässers, came to Salina. The former was for many years ["Armenpfleger" -caretaker for the poor?] for the First Ward. Friedrich Schneider, generally acknowledged as a Schneider who really was a Schneider [tailor], and a native of Württemberg, also arrived in 1829, as did John M. Werner, a native of Baden.

In 1831 came Blasi Schemel (a native of Baden) and the Elsässers Christian Rupprecht, Joseph Flick and Georg Ruscher with their families. The former was the grandfather of Colonel Nicholas Grumbach. These folks actually wanted to go to Buffalo, where Rupprecht had relatives. They arrived here late in autumn and when their canal boat froze in the canal at Syracuse, they stayed here. Rupprecht’s daughter, Elisabeth, married Nicholas Grumbach in the year 1831 or 1832. They moved to Detroit, where Colonel Grumbach was born in 1835, but returned here in 1838. Mrs. Elisabeth Grumbach is 81 years old and seems to be the oldest remaining German pioneer here. Heinrich Herbener, a Prussian, arrived around that same time. He was a music teacher and supplied the dance music at all the festivities of that time.

It may interest some to know what Syracuse looked like around that time. Most of the buildings were in close proximity to the canals. From Lodi Street a brook came down known as "Yellow Brook," which water-way went up to Lemon Street then turned south and southwest into the area of today’s Harrison Street where it turned north, crossing then in the neighborhood of the Farmer-Blocks at Warren Street and flowed diagonally by Jefferson Street at Salina Street and along the south of Fayette Street into Onondaga Creek. Only in the year 1838 was this brook completely filled in.

Between Chestnut Street and Fayette Park there were neither houses nor improvements nor arable country. North of the turnpike, the trees had been felled to provide firewood for the salt-settlers, but the stumps still stood. On the south side of the great swamps, trees and brush yet remained as a great wilderness. The swamp was still unpassable by wagon. On the west side of Salina Street, south of the "Yellow Brook," there were no buildings, and on the east side was the last of the only four plots south of Fayette Street. Where the "Yellow Brook" crossed Salina Street was a deep ravine, and in 1824 Salina Street was still about six feet higher than now, and very uneven and hilly.

The area which today Onondaga Street cuts through was at that time a swampy cedar forest. The area between Salina, Washington, Warren, and Fayette Streets was in 1824 still completely empty, excepting some trees. In 1825 the Presbyterians erected a church where today stands McCarthy’s building. Where the new Onondaga County Savings Bank building stands now was at that time the location of the later "Syracuse House," and in place of the Wieting Block there was a two-story building. Between Salina, East Fayette, Warren, and Jefferson Streets stood a few ["Häuslein" = shacks?]. The main part of the village lay between Washington, Montgomery, Fayette, and Warren Streets. North of the canal up to Salina was uninhabited and usually wooded.

The "Syracuse Company" meanwhile operated ceaselessly to improve and enlarge the territory, trade, and traffic, and the fame of the salt industry also exercised a strong attraction on the German immigrants.

Among them a little gang deserves mention, which arrived after various erring travels in the year 1833. Friedrich Schnauber came in 1831 with his own and some other families from the vicinity of Giessen in Hesse on the sailing ship "Elisabeth" to New York. Once arrived, they wished to go to Baltimore in Maryland, where their fellow countrymen resided. A broker, however, persuaded them to go instead to Cape Vincent in Jefferson County on the banks of the Ontario, to look into cultivating some land there. So they went to Albany and booked passage on a canal boat. Among the gang were some farmer families who brought their native farming equipment with them. The canal trip was extremely slow and onerous. Near Rome, when the boat passed under a bridge, one of them was crushed to death and subsequently buried. The rest of them passed on through Syracuse, which held nothing enticing for them. Via the Oswego canal they finally arrived at Lake Ontario, and drove to Cape Vincent. They had expected from the descriptions of the broker to find a little paradise, but instead found themselves deceived and disgraced in a land—romantic, to be sure—but extremely unsuitable to grant a livelihood to even the most willing. The farmers among them recognized the hopelessness of their situation and turned back. Schnauber, who was a tailor, and Georg Lupp, a potter, together with another comrad named Walter, understood nothing about farming but believed they could make a go of it. They endured two years of this life during which they lived on "Johnnie Cake." Walter possessed a bit of good gallows humor and little conscience. He wrote to Baltimore to his fellow countrymen and urged them to come to Cape Vincent. He described everything in shining colors and closed with the memorable words: "Kommt und theilt meinen Ueberfluss mit mir!"—"Come and share my abundance with me!"—while he had hardly enough to hold body and soul together. The invitation was accepted and so came Ernst Hoecher, together with some comrades, on the long journey from Baltimore to Cape Vincent, to make the unpleasant discovery that they had been misled in a most unChristian manner. Some good came out of this episode, though. The newcomers talked the burned-out colonists into going back with them to Syracuse. First they relocated to Oswego, where the women and children stayed until spring (1833) while the men went directly to Syracuse. A daughter of Friedrich Schnauber, Elisabeth, the widowed Mrs. Johann Keller, is still living in sprightly good health, 77 years old, in the house at No. 616 Park Street. At the time of her first landing here in 1831 she was 11 years old, and because she has lived here since 1833 she is, after Mrs. Elisabeth Grumbach, the second oldest German pioneer in Syracuse.

With reference to Ernst Höcher it can be said that the Cape Vincent journey brought him further good fortune in that after he had settled in Syracuse his cigar-manufacturing business brought him reputation and prosperity. He became on the 29th of September 1840 an American citizen and signed [the naturalization document] with his correct name. The County Clerk, however, immediately began in this instance his improvement work by indicating the name in the document as Arnest Hager. However many other conversions the name had to still undergo is unknown. But it finally became Hier, and by this name his descendants are today still well-known. His oldest son, Geo. P. Hier, was mayor of Syracuse in 1875, the first German chosen for this office here. His other son, John P. Hier, is a cigar manufacturer. In this connection one learns to be attentive to the frequent modification of German names. One normally assumes that all such changes are made by the name-carriers themselves, for reasons of wanting to hide their German descent or some other motive. Observation proves, however, that these mutilations usually result from the lingual ignorance of the officials involved, and that the names that emerge in this manner are then retained.

After 1833 immigration swelled and it is impossible after this time to list all the names. Many of them were naturalized in September, 1840, from which fact it can be deduced that they began to play a role in politics—if not as candidates, then as voters. We mention the following: Nicholas Schäfer, Jacob Pfohl, Johann Henesberger, Johann Baur, Johann Buch, Jakob Klein, Lorenz Becker, Theobald Schnebelen, Caspar Schneider, Theobald Kieffer, Georg and Nicholas Salladin, Philipp Georg Küster, Joseph Schneider, Philipp Dausmann, Christian Futsch, Andreas Lienhardt, Georg and Jacob Meier, Ignaz Fiesinger, Philipp Rapp, Dominik and Joseph Larobardiere, Joseph Wermelinger, Joseph Matty, Andreas Wack, Nicholas Stemmer, Johannes and Sebastian Küppler and Franz Greiner, all natives of Alsace. From Bavaria ["Bayern"]: Johannes Oertel, Anton Zimmer, Philipp Schafer, Wilhelm Rübbel, Peter Müller, Fried. Hess, Peter Fisselbrandt and Georg Köning. From Baden came: Franz Blos, Andreas Bodemer, Georg Reinschmidt, Andreas Fesenmeier, Karl Webber (Weiber), Joseph Häglin (Hakelin), Karl and Jakob Meebold, Jakob Miller, Jakob Meyer and Georg Miller. From Prussia came: Michel Meizer, Joseph Afferdick, Nicholaus Scherrer (Scharrer), Johann Schwerin (Schwareen) and Jakob Weiland. From Hannover: Heinrich Lammert and Franz Middendorf. From other German lands: Adam Listmann, Ludwig Pollmann, Ludwig and Johann Yehling, Philipp Zahn, Friedrich Strangemann, Johann and Georg Köhnlein and Jakob Hügel. From Switzerland: Johann J. Lucksinger, Johann Kägi, Johann Dillenbach (Dillenbeck) and his son of similar name.

As curiosities the following mutilations of names are mentioned: Wilhelm Rübelm (naturalized on September 28, 1840) was converted into Ribble, from which it later became Rübbel. On the same day Schnebelen was converted to Schnevelin and today is known as Snavlin. From Larobardiere came Labadie. The two bearers of this genuinely French name were natives of Alsace, but they spoke German and belonged to a German church. The two brothers Küppeler surrendered and were renamed Kipperly. Their desendants today go by the name Kippley, among them a local lawyer. The worst, however, was inflicted upon the Swiss native, Kägi. When the County Clerk was finished with him, he was named Keachie. On all of the naturalization documents, in clear (and usually Geman) writing, the concerned participants signed their correct names, except for two. One, Paul Schwartz, signed only Swartz; the other, Johann Buch, wrote in German manuscript "Schan Buch". The County Clerk took care of the rest and made of Buch – Book, and the Yankee was finished. Only two were unable to sign their names and made a cross instead. They were: Nicholas Salladin and Nicholas Stemmer, both Elsässers. Most of the abovementioned came before the year 1835, and some before the year 1838. Almost all of them belonged to the working class and the majority of them found employment in the salt works. But one errs if one assumes that the employer-employee relationships were in those times very favorable. There was unemployment at that time, too, and some of the early settlers had to go seven or eight miles into the country to chop wood to maintain themselves and their families. There were no wealthy ones among them at that time; they all had their hands full eking out the basic requirements of their simple lives. They succeeded in this, however, and the descendants of most of them enjoyed prosperity and in some cases reputation. To the development of the community they contributed their share, and their recognition for this has not been completely overlooked.

In 1837 an event occurred that engaged the compassion of the Germans of Syracuse to their detriment. The Canadians had refused for approximately four years to pay certain taxes until the British government granted them certain rights, for example that of choosing representatives of the people for the legislature and total control over the executive [branch of government?]. One sees that these actions largely resembled the events that preceeded the American revolution. The British government denied these concessions and in December, 1837 an open revolt broke out in lower Canada, particularly in the province of Ontario. The Canadians struggled for independence and counted on the active support of the United States. The American government in its benevolent wisdom kept itself away from such interference, but could not prevent individual free agents from organizing to bring aid to Canada. Such a gang came into existence in Syracuse in 1838, which wanted to band with similar bodies of troops along the St. Lawrence River and invade Canada. This same war-party ultimately numbered only 250 men; of these 36 came from Onondaga County, nine of whom were Germans. Among the Germans was a certain General S. von Schultz and this experienced soldier was made leader of the expedition. This gang went, according to plan, over the St. Lawrence, but because their expected reinforcements never arrived, they were soon overpowered and imprisoned. General von Schultz, as the leader, was brought before a court-martial and hanged on the 8th of December, 1838 in Kingston, Canada. Martin Woodruff and Christopher Buckley, two officers, were also condemned and executed, the first on December 19, 1838, the latter on January 4, 1839. Among the remaining eight men convicted, who were hanged on February 11, 1839, was also Leman Leech of Liverpool. A number of guerrillas from Onondaga County were banished to Vandiemensland [Tasmania], among them three or four Germans from Salina. In 1849 they were freed under a general amnesty. The remaining participants in the expedition, on account of their youth, were set free after spending about four months in prison. A special report of this interesting episode is included below.

Von Schultz had come to Syracuse in the year 1836 and had enjoyed during his two-year stay here a large reputation among the Americans as well as among the Germans, with whom he counted himself. He was actually a Swede by descent. One of his ancestors was the governor of Finland during the period when that country still belonged to Sweden. On his mother’s side he was descended from the Swedish Vice-Admiral Gripenborg. When Finland became Russian, the von Schultz family relocated to Krakau. In the Polish revolutionary war (1830) his father fought as a major in a Krakauer regiment for the liberty of Poland and fell in battle. On the battlefield the son then was made leader of the regiment. The Polish cause was lost, however, and he had to flee. After various adventures in Europe and North Africa as an officer of the French Foreign Legion he found his way to America and went first to Virginia. Here he attained a patent for improved salt-preparing and this was the direct cause of his coming to Syracuse, or Salina, where he occupied himself with producing salt. At the time he joined the abovementioned expedition [to Canada], he was about forty years old and was engaged to Miss Emeline Peck of this area.


Copyright 2002 Michelle Stone. Warning! No guarantees apply concerning the accuracy of this German-to-English translation! It is merely a rudimentary and non-professional attempt provided as a public service by M. Stone using a dictionary and automatic online translation services,
http://www.systransoft.com/Homepage.html and http://www.freetranslation.com/. Those who can offer improvements and corrections, please email me Re: Deutschen pp. 93-102. Thanks!


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