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Geschichte der Deutschen in Syracuse und Onondaga County
Nebst Kurzen Biographien
von Beamten und Hervorragenden Buergern


Die Deutschen in Syracuse
[The Germans in Syracuse]

English translation at the bottom of this page


[pages 89-93:]


Im Jahre 1804 kamen die ersten Deutschen nach Salina, um sich dort (innerhalb des jetzigen Stadtgebiets von Syracuse) niederzulassen. Es waren dies Johann Jacob Mang, Christian Uzenbenz und Heinrich Philipp Bentz. Alle drei waren Vollblut-Schwaben. Mang war Arzt in seiner alten Heimath gewesen, die er im Jahre 1797 um irgend einer Ursache willen verlassen musste, und landete in Begleitung seiner achtjährigen Tochter Eva in Baltimore, Maryland. Drei Jahre später (1800) liess er seine Frau nachkommen, welche ihre Nichte Maria Agnes Bentz und ihren Neffen, den 16jährigen Heinrich Philipp Bentz, mitbrachte. Während der Ueberfahrt machte Fräulein Bentz die Bekanntschaft eines Mitreisenden, Christian Uzenbenz, der ebenfalls ein Schwabe war und mit welchem sie sich bald mach ihrer Ankunft in Baltimore verheirathete. Nach kurzer Zeit zog Mang mit der ganzen vorerwähnten Gesellschaft von Baltimore nach dem nordwestlichen New York. Hier liessen sie sich in Constantia (Oswego County) nieder, ohne indess die Verhältnisse so günstig zu finden, wie sie gehofft hatten. Der ruhelose Geist des Wandertriebs verscheuchte sie auch bald von hier, als sie von den Onondaga Salzquellen hörten. Christian Usenbents, ein Sohn des Pioniers gleichen Namens, behauptete noch nach vielen Jahren, dass Mang in Constantia den ersten Kessel zur Salzbereitung verfertigt habe. Diese Behaputung lässt sich jedoch nicht begründen. Zu jener Zeit gab es bloss einen Fusspfad durch den fast undurchdringlichen Urwald zwischen Salina und Constantia und die drei Männer der kleinen Gesellschaft, unter Leitung eines indianischen Führers, trugen den schweren Kessel auf ihren Schultern nach Salina. Dies war im Sommer des Jahres 1804. Die Frauen liessen sie einige Monate später nachkommen.

Die Salzindustrie befand sich noch in unentwickeltem Zustand in jenen Tagen. Die Salzquellen traten sehr nahe an die Oberfläche; man grub ein kleines Loch in den marschigen Boden, in welchem das hervorquellende Salzwasser sich sammelte, und schöpfte dasselbe dann mit einem grossen Löffel in die Kessel. Das Salzsieden ward höchst einfach betrieben. Man schlug zwei gabelförmige Holzstücke in den Boden, legte eine starke Querstange in die beiden Gabelenden, schlang eine eiserne Kette um diese Querstange, und hing den Kessel an die Kette; hoch genug über der Erde, um ein tüchtiges Holzfeuer darunter machen zu können. Nach einiger Zeit war das Wasser verdampft und das Salz blieb zurück. Bis dahin und noch auf lange Jahre hinaus versorgten diese Salzquellen das ganze Land und Canada mit Koch- und Viehsalz, ausser der verhältnissmässig geringen Quantität, die man an der Küste von Massachusetts durch Verdunstung mittelst Sonnenhitze herstellte. Salz war theuer und einfach unentbehrlich für Mensch und Their; es ist daher leicht begreiflich, dass die ersten Ansiedler sich viel von dieser Industrie versprachen, und manche Entbehrungen und Widerwärtigkeiten willig ertrugen, in der Hoffnung auf schnelle und reichliche Belohnung. Das Salzquellengebiet erstreckte sich im Halbkreis um das Südende des Sees und jeder Salzsieder liess sich nieder, wo es ihm am besten dünkte. Die wenigen Ansiedelungen waren auf den Anhöhen östlich vom See gelegen und dessen ganze Umgebung dicht bewaldet. Raubthiere und giftige Schlangen bildeten den erforderlichen Hintergrund, um dem Leben hier einen romantischen Anstrich zu geben. Zum Glück gab es Fische und Wildpret hier in unerschöpflicher Menge, sonst wäre es den Salzsiedern schlecht ergangen.

In diese Umgebung kamen die drei Schwaben mit ihrem grossen Kochkessel. Sie machten es wie ihre Nachbarn und kochten Salz von Morgens früh bis Abends spät. Die unbeständige Natur Mang’s zeigte sich hier auch bald. Nach einigen Jahren hatte er das Salzkochen satt und liess sich auf einem Grundstück von 60 Acker in dem Marschland zwischen Salina und Greenpoint nieder. Erst im Januar 1825 erhielt er von Gouverneur Clinton einen Besitztitel (Patent) über dieses Land, das als "lots No’s. 4, 12, 13 und 22 of the fifteen acres marsh lots in the Onondaga Salt Springs Reservation" beschrieben wird.

Uzenbenz war ein tüchtiger Geschäftsmann und brachte es durch angestrengte Thätigkeit dahin, dass er schon in 1812 vier sogenannte "salt-blocks" besass. Er genoss grosses Ansehen bei seinen Mitbürgern und starb am 12. Januar 1832. Erst am 26. Mai 1814 hatte er sich naturalisiren lassen, zu gleicher Zeit mit seinem Schwager Heinrich P. Bentz. In der Urkunde finden sich drei verschiedene Schreibweisen seines Namens. Er selbst unterschrieb sich mit deutschen Buchstaben als Uzenbenz, der Clerk schrieb Usenbenz, und in der Aufschrift der Urkunde heisst es schon Usenbents, welche Schriebweise von seinen Nachkommen adoptirt wurde. Am 13. November 1808 ward ihm ein Sohn (Christian) geboren, der erst vor einigen Jahren starb und das erste deutsche Kind war [sic; see Nachtrag], das innherhalb des jetzigen Stadtgebiets geboren wurde.

Heinrich Philipp Bentz arbeitete für seinen Schwager im Salzsieden bis er im Jahre 1812 Soldat wurde und während der ganzen Dauer des letzten Krieges mit England im amerikanischen Heere diente. Nach Friedensschluss kehrte er nach Salina (oder Salt Point, wie es meistens genannt wurde) zurück und lebte in der Familie seines Schwagers bis zu seinem Tode. Er starb am 11. September 1868 im Alter von 84 Jahren, ohne je verheirathet gewesen zu sein.

Wie bereits angegeben, wurden Uzenbenz und Bentz am 26. Mai 1814 als die ersten deutschen amerikanischen Bürger in Onondaga County naturalisirt. Wann Mang Bürger wurde, darüber existiren keine Urkunden, und möglich wäre es, dass er bereits vor seiner Ankunft in Salina sich hatte naturalisiren lassen.

Mang’s Heimstätte lag in der Gegend zwischen North-Salina-, Wolf und Carbonstrasse. Sein Haus stand an der Nord-Salinastrasse, direkt westlich von Wolfstrasse. Auf dem trocken gelegenen Theil seines Besitzthums legte er einen Obstgarten an, genau da, wo sich heute E. E. Chapman’s Holzhof, am Fusse der Carbonstrasse, befindet. Diesen Obstgarten bewachte er mit eifersüchtigen Augen. Obst war ziemlich rar, und die Knaben nutzten die seltene Gelelegenheit [Gelegenheit] zur Unterbrechung des eintönigen Speisezettels jener Tage auf unverschämte Weise aus. Um dem unaufhörlichen Stibitzen ein Ende zu machen, errichtete Mang einen hohen und dichten Bretterzaun um den ganzen Garten herum.

Obwohl ein Arzt von Profession, so praktizirte er doch nicht in Syracuse, ausser dass er in späteren Jahren hin und wieder seinen Landsleuten ein Recept verschrieb. In seinem Hause machte er Wein, Cider und allerlei "Bitters", die er seinen Nachbarn verkaufte. Als zwischen 1830 und 1840 die deutschen Einwanderer zahlreicher ankamen, wurde sein Haus zum Mittelpunkt des geselligen Lebens, wo man an Sonntagen und Feiertagen zusammenkam, um Neuigkeiten auszutauschen. Jeder neue Ankömmling fand bereitwillig Aufnahme, ob er nun "Geld hatte oder keins". Nach den mündlichen Ueberlieferungen solcher, die ihn noch persönlich kannten, soll er excentrisch und reizbaren Temperaments gewesen sein. Er war aber auch ein grosser Liebhaber von Büchern und besass eine ansehnliche Sammlung derselben, namentlich über Medizin und andere Wissenschaften, von denen heute noch einige Exemplare vorhanden sind. Als Mann von tiefer Bildung und mannigfaltiger Erfahrung war er im Stande, seinen Landsleuten rathend beizustehen. Es wird noch erzählt, dass beim Bau des Erie-Kanals die Ingenieure auf grosse Hindernisse in der Trockenlegung der Sümpfe stiessen. Eines Abends sassen sie im "Syracuse House" zusammen und besprachen die Angelegenheit in Gegenwart des Eigenthümers, welcher ihnen anrieth, Mang kommen zu lassen, der ihnen vielleicht aus der Verlegenheit helfen könne. Mang kam auch bereitwillig genug, mit einem wissenschaftlichen Werk über dieses specielle Fach. Mit Hülfe desselben demonstrirte er den Ingenieuren vor, wie die Sache angefangen werden müsse. Man machte den Versuch und die Ausführung gelang. Einer der Ingenieure wollte später sich heimlich ein Patent auf dieses bis dahin hier unbekannte Verfahren verschaffen und es wäre ihm auch gelungen, doch Mang kam dahinter und wusste sein Vorhaben zu vereiteln. Er starb am 16. Dezember 1842 im Alter von 84 Jahren, nachdem seine Frau schon zwei Jahre vorher gestorben war. Er hinterliess zwei Töchter: Eva Regina, welche sich mit Asahel Alvord, Onkel von Ex-Lieutenant Governor Thomas G. Alvord, verheirathete, und Christiane F., Gattin von Thomas Wheeler. [page 93]

[Note: For more on Johann Jacob Mang, see Nachtrag.]


English translation:

The Germans in Syracuse


In the year 1804, the first Germans came to Salina, in order to establish themselves there (within the present-day location of Syracuse). They were Johann Jacob Mang, Christian Uzenbenz and Heinrich Philipp Bentz. All three were full-blooded Swabians. Mang had been a physician in his old homeland, which for some reason he had had to abandon in the year 1797, and landed in the company of his eight-year-old daughter, Eva, in Baltimore, Maryland. Three years later (1800) his wife followed, and brought along their niece, Maria Agnes Bentz, and their nephew, Heinrich Philipp Bentz, who was sixteen years old at that time. During the passage Miss Bentz made the acquaintance of a fellow traveler, Christian Uzenbenz, who was also a Swabian, and they were married soon after their arrival in Baltimore. After a short while Mang and the entire aforementioned company left Baltimore and moved to northwest New York. Here they settled in Constantia (Oswego County) without finding the conditions as favorable as they had hoped. The restless spirit of migration pulled them also from there, once they heard of the Onondaga salt springs. Christian Usenbents, a son of the pioneer of the same name, maintained for many years that Mang in Constantia had produced the first kettle for the salt industry. This claim cannot be verified, however. At that time there was only a foot path through the almost impenetrable virgin forest between Salina and Constantia and the three men of the little company, in the wake of an Indian guide, carried the heavy kettle on their shoulders to Salina. This was in the summer of the year 1804. The women followed some months later.

The salt industry at that time was as yet undeveloped. The salt springs emerged very near the surface [of the water at the lake’s edge?]; one dug a small hole into the marshy soil, into which the outpouring saltwater would collect, and then ladeled the same with a large spoon into the kettles. The process of boiling the saltwater was simple. One struck two forked wooden sticks into the ground, put a strong transverse bar into the two forked ends, bolted an iron chain to the transverse bar, and hung the kettle on the chain, high enough above the ground to allow an efficient wood fire to be built beneath. After awhile the water would evaporate and the salt would remain. Up to that point, and for many years hence, these salt springs supplied the entire country and Canada with cooking and cattle salt, excepting the relatively small amounts produced on the coast of Massachusetts from the solar evaporation of seawater. Salt was costly and simply indispensable for man and beast; it is therefore easy to understand why the first settlers expected so much from this industry and willingly bore privation and disgusting conditions in hopes of quick and plentiful reward. The salt springs area extended in a semi-circle at the south end of the lake [Onondaga] and each salt-settler established his own operation wherever he thought best. The few camps housing the entire community were located on the hills east of the lake, the whole area being thickly wooded. Marauding beasts and poisonous snakes completed the romantic picture. Fortunately there were fish and game in inexhaustible supply, or things would have gone very badly for the salt-settlers.

Into this land came the three Swabians with their big boiling kettle. They did as their neighbors did, and boiled salt from early morning to late evening. Mang’s inconsistent nature soon revealed itself here. After some years he’d had his fill of salt-cooking, and established himself on a property of 60 acres in the marsh country between Salina and Greenpoint. Only in January 1825 did he obtain from Governor Clinton a patent title for this land, described therein as "lots No’s. 4, 12, 13 and 22 of the fifteen acres marsh lots in the Onondaga Salt Springs Reservation."

Uzenbenz was an efficient businessman there and thanks to his efforts was, by 1812, already an owner of four so-called "salt blocks." He enjoyed a great reputation among his fellow citizens and died on 12 January 1832. On 26 May 1814 he was naturalized at the same time as his brother-in-law, Heinrich P. Bentz. In the document are three different ways of writing his name. His signature is signed, with German letters, as Uzenbenz, the Clerk had written Usenbenz, and on the label of the document it appears as Usenbents, the spelling adopted by his descendants. On 13 November 1808 a son (Christian) was born to him, who died only some years ago and who was the first German child born within the limits of the current city [sic; see Nachtrag].

Heinrich Philipp Bentz worked for his brother-in-law at salt-boiling until the year 1812 when he became a soldier and served with American armies throughout the duration of the last war with England. After the peace treaty he returned to Salina (or Salt Point, as it was mostly called), and lived with the family of his brother-in-law up until his death. He died on 11 September 1868 at the age of 84 years, without ever having married.

As already indicated, Uzenbenz and Bentz were naturalized on 26 May 1814 as the first German-American citizens in Onondaga County. No documents exist of Mang’s becoming a citizen, but it would be possible that he had already been naturalized before his arrival in Salina.

Mang’s homestead was situated in the area between North Salina, Wolf, and Carbon Streets. His house stood on North Salina Street, directly west of Wolf Street. On the dry portion of his estate he designed for himself an orchard exactly where today E.E. Chapman has his lumberyard, at the foot of Carbon Street. He guarded this orchard with jealous eyes. Fruit was rather scarce, and the lads exploited the rare opportunity to break the monotony of menus of those days in an impudent way. To end the incessant swiping, Mang erected a high and heavy board fence around the entire garden.

Though a physician by profession, he never practiced in Syracuse, except that in later years he would now and then write his compatriots a receipt [prescription]. In his house he made wine, cider, and all kinds of "bitters" which he sold to his neighbors. When between 1830 and 1840 the German immigrants arrived in increasing numbers, his house became the center of social life, where one could go on Sundays and holidays to swap news. Each new arrival found a ready reception, whether he had "cash or keins [not]." According to much oral testimony by those who knew him personally, he was eccentric and had a sensitive temperament [or, irritable temper?]. In addition, he was a great lover of books and possessed a substantial collection especially strong in medicine and other sciences, some of which books [from Mang’s library] are still available today. As a man of deep education and diverse experience he could offer his compatriots good advice. It is still told that with the building of the Erie Canal the engineers encountered great difficulty when attempting to drain the swamps. One evening they sat together in the "Syracuse House" discussing the affair in the presence of the property owners when one of them offered to bring Mang, who could perhaps help them out of this embarrassment. Mang joined them willingly enough, bringing a scientific treatise on this particular specialty. With it he demonstrated how the engineers should proceed, and how the thing must be begun. They made the attempt and the execution succeeded. One of the engineers later tried to secretly apply for a patent on this procedure previously unknown here, and would have succeeded except that Mang discovered the plot and defeated it. He died on 16 December 1842 at the age of 84 years, after his wife had died two years earlier. He left two daughters: Eva Regina, married to Asahel Alvord, uncle of Ex-Lieutenant Governor Thomas G. Alvord, and Christiane F., wife of Thomas Wheeler. [page 93]

[Note: For more on Johann Jacob Mang, see Nachtrag.]


Copyright 2002 Michelle Stone. Warning! No guarantees apply concerning the accuracy of this German-to-English translation! It is merely a rudimentary and non-professional attempt provided as a public service by M. Stone using a dictionary and automatic online translation services, http://www.systransoft.com/Homepage.html and http://www.freetranslation.com/. Those who can offer improvements and corrections, please email me Re: Deutschen pp. 89-93. Thanks!


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