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Tips für Einsteiger-Fotografen
 Ein paar Grundlagen der Fotografie

Die Unterwasserfotografie unterscheidet sich überhaupt nicht von der Fotografie an Land. Schön, es gibt ein paar physikalische Besonderheiten, die Einfluß auf Ihre Bilder nehmen, aber die haben Sie schnell im Griff. Warum rechnen dann Neulinge immer mit einem hohen Ausschuß?

Die Gründe sind vielseitig, haben aber eigentlich nichts mit der Fotografie zu tun.

1. Sie befinden sich in einem fremden Medium. Oft haben Sie unter Wasser nicht die Ruhe und Ausgeglichenheit, die Sie an Land gewöhnt sind. Ein mehr oder weniger großer Teil Ihrer Gedanken ist mit der Bewältigung  der neuen Lebensumstände beschäftigt.

2. Ein Tauchgang verlangt die Kontrolle des Luftvorrates, der Tauchtiefe und der Zeit. Hinzu kommt die Beobachtung der Umgebung, der Strömungsverhältnisse, der Tauchpartner und der räumlichen Veränderung.

3.  Wir atmen nicht, wie eigentlich gewohnt, durch die Nase und die Maske vermittelt uns ein Gefühl von Scheuklappen. Eine innere Unruhe kommt leicht auf und jeder erfahrene Taucher gibt heute gern zu, daß er auch manchmal Angst hat.

Sicher gibt es noch mehr Punkte, die sich als"Störfaktor" für den Unterwasserfotografen erweisen.  Eigentlich sind wir als Taucher mit den oben aufgeführten Problemen ausgelastet und so kommt es, daß alle weiteren Tätigkeiten, zu denen ja auch die Unterwasser- fotografie gehört, nebensächlich werden können.

Vergleichen Sie mal die beiden Situationen:

1. Sie liegen in 5 m Tiefe auf einem Felsen  und wollen einen kleinen Fischschwarm fotografieren. Die Sonne scheint, das Meer ist ruhig und klar. Sie sehen die Ankerkette des Tauchbootes in ein paar Metern Entfernung. Neben Ihnen atmet Ihr Tauchpartner gleichmäßig und macht Sie auf einige interessante Motive durch Handzeichen aufmerksam. Sie fotografieren.

2. Das Meer ist ziemlich bewegt, nach der langen Fahrt zum Tauchgebiet ist Ihnen flau im Magen. Der Anker fällt,  die Kette steht strack und Sie springen mit der Kamera über Bord. Sie wollen an der Ankerkette entlang abtauchen, stellen fest, daß die Strömung ziemlich stark ist und müssen mit großer Kraft auf die Kette zuschwimmen, sonst treiben Sie ab. Das Wasser ist trüb und selbst in 20 m Tiefe müssen Sie noch mit kräftigen Flossenschlägen gegen die Strömung ankämpfen. Ihr Tauchpartner, der noch vor einer Sekunde neben Ihnen war, ist plötzlich verschwunden. Sie drehen sich ein paar mal rum, finden ihn aber nicht, allerdings sehen Sie auch jetzt  nicht mehr die Ankerkette. Dafür entdecken Sie in einem Felsloch einen Tintenfisch, ein interessantes Objekt für einen Unterwasserfotografen.

Sagen Sie mal ehrlich, haben Sie jetzt noch Lust zu fotografieren oder können Sie sich noch Gedanken über die Gestaltung des Fotos machen? Und wenn Sie doch noch "im Vorbeischwimmen" auf den Auslöser drücken, glauben Sie, daß das ein Meisterfoto wird?

Mit anderen Worten: Je weniger Sie durch den Tauchgang an sich belastet sind, umso größer ist der Spielraum für andere Tätigkeiten. In unserem Fall können sie sich dann auf die Gestaltung Ihrer Unterwasserfotos konzentrieren.

Eine günstige Ausgangsposition hat, wer....

1. einige Kenntnisse in den "Grundlagen der Fotografie" hat

2. regelmäßig an Land fotografiert und die Ergebnisse auch kritisch beobachtet

3. mit seiner UW-Fotoausrüstung auch mal an Land fotografiert

4. mit der Bedienung der UW-Fotoausrüstung vertraut ist

5. hin und wieder auch mal in einem Schwimmbad fotografiert

6. Literatur über die Unterwasserfotografie liest und den Erfahrungsaustausch sucht

7. seine UW-Fotoausrüstung "in Schuß" hält

8. ein ruhiger und erfahrener Taucher ist

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Etwas Physik, soweit sie die UW-Fotografie berührt

1. Die Sache mit der Entfernung, der Vergrößerung und dem Bildwinkel

Sie kennen die Situation: das Fernglas vor Augen und im Blickfeld den kapitalen Hirsch (oder die hübsche Nachbarin). Mit 8facher Vergrößerung rückt das Prachtstück in greifbare Nähe, der Bildwinkel ist klein und das Bild wackelt ein bißchen.

Unter Wasser tragen Sie ständig ein Fernglas mit 1,33facher Vergrößerung. Das hängt mit den unterschiedlichen Brechungsindices des Lichtes von Wasser in Glas und dann in Luft, (innerhalb der Maske), zusammen.

Sie sehen alles etwas größer, etwas näher und auch der Bildwinkel ist etwas kleiner.

Der kleinere Bildwinkel fällt aber wegen der begrenzten Sicht durch die Maske nicht auf. Sie gewöhnen sich schnell an dieses Mini-Fernglas .

Bei vielen Kameras, so auch bei der Nikonos, müssen Sie die Entfernung zum Objekt, das Sie fotografieren wollen, einstellen. Vermuten Sie, daß Sie sich aufgrund der "scheinbaren Entfernungsänderung" verschätzen können? Das Problem löst sich von selbst, denn die Kamera verschätzt sich genau wie Ihre Augen, denn auch sie unterliegt den physikalischen Bedingungen durch die unterschiedlichen Lichtbrechungen.

Auch das Kameraobjektiv trägt das 1,33fache Fernglas. So wird das 35 mm Objektiv fast zum 50 mm Standardobjektiv. Selbst der Sucher macht keine Ausnahme, er paßt sich automatisch an.

Mehr gibt's zu dem Thema nicht zu sagen. Sind Sie beruhigt?

2. Die Lichtdurchlässigkeit und Schärfeminderung des Wassers

Die Sichtweite unter Wasser ist eingeschränkt, selbst im klarsten Wasser kann man nicht weiter als ca. 60 m sehen. Dramatisch sinkt die Sichtweite durch Schwebeteilchen im Wasser und geht im Extremfall so weit runter, daß die Hand nicht vor Augen zu sehen ist. Dabei ist die Auflösung der Augen noch besser als die der Kamera, d.h. die maximale Entfernung für die Unterwasserfotografie sinkt  selbst bei klarstem Wasser in den 10 m Bereich. Praktisch wird der überwiegende Teil der UW-Fotos im Bereich bis 2 m geschossen. Da auch Schärfe und Kontrast der Aufnahme durch die diffusen Licht- bedingungen nachteilig beeinflußt werden, versucht man, den Unterwasser-Lichtweg möglichst klein zu machen, d.h. dicht an das Objekt heran zu kommen. Das ist der Grund, warum so häufig Weitwinkelobjektive eingesetzt werden.

Und wie steht's mit der Helligkeit?

Sie nimmt nicht so stark ab, wie man oft vermutet. Es ist durchaus möglich, noch in 40 m Tiefe Aufnahmen ohne Kunstlicht zu machen, speziell wenn die Sonne hoch steht und ein heller Sandgrund das einfallende Sonnenlicht reflektiert. Natürlich müssen  Sie mit zunehmender Tiefe die Blende immer weiter öffnen. Ein Belichtungsmesser ist "Gold wert".

Sie müssen also damit leben, daß die Aufnahmeentfernungen in der Unterwasserfotografie viel kürzer als an Land sind.

3. Die Farbverschiebung des Lichtes unter Wasser

Mit diesem physikalischen Effekt werden Sie vermutlich am meisten zu kämpfen haben. Denken Sie an die Schulzeit zurück. Da gab es den Versuch mit dem Lichtstrahl, der in ein Prisma einfiel, heraus kamen die Regenbogenfarben. Weißes Licht setzt sich aus vielen bunten Farben zusammen und das Wasser filtert blöderweise diese Farben nach und nach heraus.

Zuerst verschwindet rot, dann orange und dann gelb. Übrig bleibt so ab ca. 25 m Tiefe nur noch grün-blau, noch tiefer wird's ein grün-blau-grau, wobei dann das grau für die sinkende Helligkeit steht.

1m Lichtweg filtert schon 50% des rote Lichtanteils weg. Dabei ist der Lichtweg nicht gleich Wassertiefe zu setzen. Wollen Sie in 3 m Tiefe ein Objekt, das  4 m von Ihnen entfernt ist, fotografieren, ist der Lichtweg 3 + 4 m = 7m.

Wollen Sie die Farben wieder "herstellen" müssen Sie mit einer Kunstlichtquelle, d.h. mit einem Blitzgerät arbeiten.

4. Der Umgang mit Schwebeteilchen

Schwebeteilchen können einem Unterwasserfotografen die ganze Freude an seinem Hobby nehmen .Und oftmals stellt man sich die Frage, ob man überhaupt in diesem "Dreck" fotografieren soll. Es ist ohne aufwendige technische Hilfsmittel (Klarwasservorsatz!) nicht möglich, die Schwebeteilchen zu beseitigen, so bleibt nur die Möglichkeit, so wenig wie möglich davon auf's Bild zu bannen. D.h. die Aufnahmedistanz muß kurz sein und die Anwendung von knapp dosiertem Kunstlicht wird empfohlen. Dabei muß die Positionierung der Kunstlichtquelle so vorgenommen werden, daß möglichst wenige Schwebeteilchen das Licht direkt in das Objektiv hinein reflektieren. Üblicherweise kommt das Licht von links oben. Beobachten Sie Ihre Umgebung genau, vielleicht finden Sie ein paar Aufnahme- objekte, die einigermaßen frei von Schwebeteilchen sind. Vielleicht werden sie durch die Strömung begünstigt. Und stellen Sie sicher, daß nicht Sie selbst die Ursache der Wasserverschmutzung sind, indem Sie mit den Flossen den Dreck erst aufwirbeln.

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Ein paar Grundlagen der Fotografie

Eine Kamera besteht grundsätzlich aus einer Kammer für den Film, das ist das Kameragehäuse, und dem Objektiv. Das Objektiv regelt über die Blende die Menge des Lichts, das auf den Film fällt und sorgt dafür, daß das Objekt, das sie fotografieren wollen, scharf auf dem Film abgebildet wird.
 
 

In unseren Vergleichen stehen sich also gegenüber:

Filmempfindlichkeit
Helligkeit
Blende
Belichtungszeit des Films
Belichtung des Films starten/stoppen
separate Lichtquelle

Durch Variation können wir uns in viele Situationen hereindenken.

Es muß jedoch noch zunächst ein Begriff erklärt werden: die Tiefenschärfe.

Machen sie folgendes Experiment:

Strecken Sie ihren Arm mit erhobenem Daumen (oder Effenberger) aus. Schauen Sie sich die Fingerkuppe an. Sie ist dann scharf, und alles, was davor oder dahinter liegt, sehen Sie unscharf. Betrachten Sie jetzt Ihr Nachbarhaus oder ein Auto auf der Straße. Jetzt ist der entfernt liegende Gegenstand scharf, die Fingekuppe ist unscharf.

Wiederholen Sie das Experiment, halten Sie aber mit der anderen Hand zwischen Auge und Fingerkuppe ein Stück Papier, in das Sie vorher ein Loch mit einem Bürolocher hereingestanzt haben. Sie sehen jetzt, das es Ihnen gelingt, beide Gegenstände, Fingerkuppe und entfernt liegender Gegenstand, zur gleichen Zeit scharf zu sehen.

Ihre Kamera reagiert genauso. Wir können also festlegen:

Je kleiner die Blendenöffnung ist, umso größer ist die Tiefenschärfe.

Setzen wir noch eins oben drauf, ohne Beweis, Sie sollen es einfach glauben:

Je geringer die Brennweite eines Objektives ist, umso größer ist die Tiefenschärfe.

Es steht nur eine geringe Lichtmenge zur Verfügung. Wie kann ich den Film richtig belichten?
Mögliche Antworten:
1. ich nehme einen Film höherer Lichtempfindlichkeit
2. ich verlängere die Belichtungszeit
3. ich vergrößere die Blende
4. ich benutze eine künstliche Lichtquelle

Alle 4 Antworten sind richtig. Welche sind aber praktikabel?

Antwort 1:
Bin ich einmal mit der Kamera unterwegs, ist ein Filmwechsel schwierig. Wenn ich weiß, was ich fotografieren will, werde ich mir von vornherein einen entsprechenden Film ausuchen.  Z.B. einen hochempfindlichen Film für Theateraufnahmen oder für schnelle Bewegungen

Antwort 2:
Eine gute Möglichkeit. Doch was machen Sie, wenn das Objekt Ihrer fotografischen Begierde zappelt. Dann zappelt auch das übertragene Bild auf dem Film. Es entsteht die Bewegungsunschärfe. Je schneller sich das Motiv bewegt, umso kürzer muß die Belichtungszeit sein, um Verwacklungen auszuschließen.

Antwort 3:
Auch eine gute Möglichkeit, Ihr Foto verliert aber an Tiefenschärfe, die Sie vielleicht brauchen.

Antwort 4:
Als künstliche Lichtquelle benutzen Fotografen Elektronenblitzgeräte. Zaubern Sie also das Licht herbei, können Sie wieder die Belichtungszeit verkürzen und/oder die Blende etwas schließen.

Schlußbetrachtung:

Geht man davon aus, daß der Film in der Kamera nicht gewechselt werden kann, wird das Foto letztendlich aus der Kombination der Antworten 2-4 entstehen.

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Testen Sie Ihr Wissen:

Frage 1

Wie erhalten Sie auf einem Bild die größte Tiefenschärfe?

A) mit einem Objektiv  großer Brennweite und großer Blendenöffnung

B) mit einem Objektiv  großer Brennweite und kleiner Blendenöffnung

C) mit einem Objektiv kurzer Brennweite und großer Blendenöffnung

D) mit einem Objektiv kurzer Brennweite und kleiner Blendenöffnung

Antwort D
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Frage 2

Die Sonne steht hoch am Himmel. Sie wollen fotografieren und stellen fest, daß Ihre Kamera eine Überbelichtungswarnung zeigt. Was tun Sie?

A) Die Blende vergrößern und eine längere Zeit wählen

B) Eine längere Zeit wählen und die Blende verkleinern

C) Die Blende schließen und/oder eine kürzere Zeit wählen

D) Die Hand vor´s Objektiv halten, damit weniger Licht in die Kamera fällt

Antwort C
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Frage 3

Sie wollen eine Blume fotografieren. Damit Sie möglichst nur die Blume aufs Bild bekommen, müssen dicht ran. Sie überprüfen Ihre Objektive und stellen fest, daß Ihr Weitwinkelobjektiv eine Entfernungseinstellung auf 30 cm zuläßt. Sooo dicht ran, dann muß die Blume doch formatfüllend drauf sein, oder???

A) Die Annahme ist richtig.

B) Irrtum, ein Weitwinkelobjektiv verkleinert die abgebildeten Gegenstände.

Antwort B Beachten Sie das bitte auch in der Unterwasserfotografie, dort werden überwiegend Weitwinkelobjektive eingesetzt.
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Frage 4

Sie fotografieren bei wenig Licht und benutzen eine separate Lichtquelle, der Film ist aber unterbelichtet?

A) Die Aufnahme ist richtig belichtet

B) Das Umgebungslicht reicht aus, Sie brauchen keine separate Lichtquelle

C) Trotz separater Lichtquelle ist die Aufnahme unterbelichtet

D) Das Blitzgerät liefert zuviel Licht

Antwort C
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Frage 5

Sie fotografieren bei wenig Licht und benutzen ein zugehöriges Blitzgerät. Das erkennt auch die Kamera und schaltet automatisch den Blitz zu.

A) Das gibt es nicht!

B) Klarer Fall, die Kamera hat erkannt, wann der Film richtig belichtet war und hat den      Blitz abgeschaltet.

C) Der Blitz hat hat in jedem Fall seine volle Leistung abgegeben.

Antwort B Moderne Kameras arbeiten mit den zugehörigen Blitzgeräten zusammen. Damit keine Fremdblitze verwendet werden, macht jeder Hersteller seine eigene Informations- übertragung zwischen Kamera und Blitz. Sonst könnte ja ein Nikon Blitz mit einer Canon EOS zusammenarbeiten. Unvorstellbar für die Fotogiganten, die sich eh bekriegen. Diese firmeninterne Codes werden natürlich geknackt, so kommt es, daß es Blitzgeräte-Hersteller gibt, deren Blitze ebenfalls mit den Kameras Informationen austauschen können, so gibt es  z.B. Metz Blitze, die automatisch mit Nikon Kameras zusammenarbeiten.

Wenn also Kamera und Blitz gemeinsam unter Berücksichtigung des Umgebungslichtes das Bild belichten sollen, müssen sie zusammenpassen. Nur dann ist eine automatische Steuerung möglich.

Es gibt  grundsätzlich 3 Arten der Blitzsteuerung.

Die manuelle Steuerung. Bis vor ca. 20 Jahren die einzige  Möglichkeit, allerdings auch eine  relativ einfache. Die Lichtleistung eines Blitzgerätes wird mit der "Leitzahl" angegeben. Die Leitzahl ist das Produkt aus Blende x Entfernung für eine bestimmte Filmempfindlichkeit. Um zu einer eindeutigen Aussage kommen zu können, geht man von Null-Umgebungslicht aus, es ist also duster.

Ein Beispiel: Ihr Blitzgerät hat eine Leitzahl von 20 bei ISO 100. Das ist ein gängiger Wert für einen Überwasser-Kompaktblitz. Sie wollen einen Gegenstand in 3 m Entfernung mit dem Blitz richtig belichten. Welche Blende wählen Sie? Also: 20 dividiert durch 3 ist 6,66. Schauen Sie auf Ihre Blendenskala, diesen Wert gibt es nicht, entweder 5,6 oder 8. In einem Fall haben Sie eine leichte Überbelichtung (Blende 5,6), im andere Fall eine leichte Unterbelichtung (Blende 8)

Das Umgebungslicht? Müssen Sie schätzend oder messend einkalkulieren!

Die automatische Steuerung. Ist auch nicht mehr so ganz aktuell. Hier gibt der Blitz eine dosierte Lichtmenge ab. Dem Blitz wird über eine Einstellung mitgeteilt, mit welcher Blende und welcher Filmempfindlichkeit die Kamera arbeitet. Der Blitz arbeitet jetzt in einem bestimmten Entfernungsbereich, dabei ist die größte Entfernung gegeben durch die maximale Leistung des Blitzgerätes, die kürzeste Entfernung durch die Mindestleistung des Blitzgerätes. Die Abschaltung des Blitzes im näheren Bereich erfolgt durch einen Sensor im Blitzgerät. Er mißt das vom Aufnahmeobjekt reflektierte Licht, kommt irgendwann zu dem Ergebnis "jetzt müßte der Film richtig belichtet sein" und schaltet den Blitz ab. Der Sensor erfaßt auch mehr oder weniger gut das Umgebungslicht.

Die TTL-Steuerung  Sie ist aktuell. TTL heißt in der Fotografie Through The Lens und sagt aus, daß der Sensor, der das Licht mißt, das den Film belichtet, endlich dahin gelegt wurde, wo er hin gehört: auf die Filmebene. Natürlich nicht direkt vor den Film, sonst würden Sie ja ständig den Sensor fotografieren, sondern über eine Reflektions- messung auf der Filmoberfläche und Umlenkung des Lichtstrahls nach unten oder oben in die Kamera.
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Um Frage 6

Sie haben vor das Objektiv ein Filter geschraubt, das die ankommende Helligkeit halbiert. (Filterfaktor 2)

A) Das braucht in der Blitzfotografie überhaupt nicht berücksichtigt zu werden.

B) Das merkt der Automatikblitz sofort an seinem Sensor

C) Nur die TTL Messung kalkuliert das Filter richtig ein

D) Dann muß die Maximalleistung des Blitzgerätes verdoppelt werden.

Antwort C Das Filter sitzt ja im Strahlengang des Objektivs und wird damit bei der Reflektion am Film berücksichtigt.
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Frage 7

Nehmen Sie Ihre Kamera in die Hand, schauen Sie in das Objektiv und drehen Sie an der Blendeneinstellung.

A) Je größer die eingestellte Zahl ist, umso kleiner ist die Blendenöffnung

B) Je größer die eingestellte Zahl ist, umso größer ist die Blendenöffnung

Antwort A Richtig beobachtet, das müssen Sie sich merken. Machen Sie sich schon mal Gedanken über die Größe der Veränderung, wenn sie zwischen 2 nebeneinander liegenden Blendenöffnungen wählen.

Die Lichtstärke eines Objektives gibt an, wieviel Licht maximal in die "Filmkammer" gelangen kann. Sie können sich sicher vorstellen, daß das im wesentlichen von dem Durchmesser der Linsen des Objektives abhängt. Großer Durchmesser bedeutet große maximale Lichtmenge auf dem Film. Die Zahl, die die maximale Lichtstärke angibt, ist  das Verhältnis von max. Objektivdurchmesser zur Brennweite des Objektives. Ein Beispiel: Das Nikonos 35 mm Objektiv hat eine maximale Öffnung von 14 mm Durchmesser. 14 dividiert durch 35 ist 0,4 oder 1:2,5. Der Wert 1:2,5 steht auch vorn im Objektiv, auf der Blendenskala selbst wird aus Platzgründen der erste Teil der Bezeichnung --1:-- weggelassen. So ergibt sich die Skala in der Abstufung der Blendenöffnungen mit 2,5--4--5,6--8--11--16--22--. Damit ist auch geklärt, warum mit größerer Zahl die Blende kleiner wird, denn eigentlich ist ja diese Zahl der Nenner eines Bruchs.

Bleiben wir beim 35 mm Nikonos Objektiv. Der größte lichtdurchlässige Durchmesser ist 14 mm. Schließen Sie die Blende um einen Wert, ergibt sich ein  eine Blendenöffnung von ca. 10 mm. Das Durchmesserverhältnis ist 1,4. Wie verhalten sich aber die Flächen zueinander? Rechnen Sie es nach oder glauben Sie es mir: die Fläche ist halb so groß.

Merken Sie sich: Verkleinerung der Blende um eine Stufe bedeutet Halbierung der lichtdurchlässigen Fläche.

Wenn Sie mal die Blendenzahlen jeweils mit 1,4 multiplizieren, kommen Sie auf die oben aufgeführte Blendenreihe. Ausnahme: der Sprung von 2,5 auf 4 ist größer, das hat mit der Standardisierung der Blenden zu tun.
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Frage 8

Sie wollen einen Röhrenwurm  so fotografieren, daß das Tier selbst scharf, der Hintergund aber unscharf ist. Die Kamera muß manuell eingestellt werden. Der Belichtungsmesser zeigt Blende 8 und 1/60 sec für die richtige Belichtung. Sie stellen die Entfernung auf den Röhrenwurm ein und

A) wählen Blende 11, um die Tiefenschärfe zu verringern, Belichtung ist okay.

B) wählen Blende 5,6, um die Tiefenschärfe zu veringern, Belichtung ist okay.

C) wählen Blende 5,6 und 1/125 sec. Das verringert die Tiefenschärfe und sichert die richtige Belichtung

D) wählen Blende 5,6 und 1/30 sec. Dann ist auch die Belichtung richtig.

Antwort C Doppelte Lichtmenge und dafür halbe Zeit ist das ganze Geheimnis. Wenn Sie damit jonglieren können, haben Sie einen Grundstein für gute Fotos gelegt. Wie groß die Tiefenschärfe ist, können Sie auf dem Objektiv ablesen. Entweder mit farbigen Markierungen oder, wie beim 35 mm Nikonos Objektiv, durch mechansich gesteuerte Zeiger.
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Welche Ausrüstung lege ich mir zu?

Sicher gibt es hier viele Gesichtspunkte wie  z.B.

Anschaffungskosten

Die preiswerteste Kamera für den Unterwassereinsatz ist sicher die Einwegkamera        Agfa Le Box Ocean für DM 20.-, die teuerste Ausrüstung war mal die Nikonos RS für ca. DM 20 000.- mit komplettem Zubehör. Die Nikonos RS wird nicht mehr gebaut. Dazwischen ist alles möglich. Für ca. DM 700.- bis 1100.- bekommen Sie schon Geräte, mit denen Sie technisch gute Aufnahmen machen können.

Einfache Bedienbarkeit

Das eine Extrem ist, Sie drücken nur auf den Auslöser, alles andere geht von selbst. Das andere Extrem: Sie führen bei einer Kamera im Gehäuse sämtliche Bedienmöglichkeiten nach außen  und stellen alles manuell ein. Ein guter Kompromiß für den Anfang sind die modernen Amphibien-Kleinbildkameras bei denen Sie nur Blende, Entfernung und Blitz bedienen müssen.

Amphibienkameras

das sind Kameras, die von Hause aus dicht sind, d.h. kein zusätzliches Gehäuse mehr benötigen. Es gibt da ein paar "Abenteuer-Kameras", die mehr für den Überwassereinsatz gedacht sind, aber auch ein paar Meter unter Wasser verwendet werden können, wie z.B. die Minolta Weathermatic oder die Canon Prisma AS-1. AS steht für All Sports. Wenn Sie nur schnorcheln, ist das bestimmt für Sie ausreichend.

Bis 45 m Wassertiefe kann die MX10 von Sea&Sea eingesetzt werden, für die Nikonos Kameras ist eine Einsatztiefe von 50 m angegeben. Ebenfalls bis 45 m Tiefe kann die Cullmann Mauritius verwendet werden. Nach weiteren Kameras halte ich Ausschau.

wasserdichte Kunststoffbeutel für Kameras

praktisch sind das wasserdichte Plastiktüten, in die Sie Ihre Kamera packen und dann mehr oder weniger bedienerfreundlich Ihre Aufnahmen in Tiefen bis etwa 10 Meter machen können. Preiswert sind die Aquapack Beutel für ca. DM 40.- bis 50.-. Die ewa-marine Taschen sind aufwendiger verarbeitet, die Preise beginnen bei etwa DM 100.-

Kameras in festen Gehäusen

Die Gehäuse werden aus unterschiedlichen Kunststoffen oder aus Metall, meist Aluminium, hergestellt. Eines der preiswertesten Gehäuse ist sicher das Ikelite "Aquashot" in das verschiedene Einwegkameras, aber auch die Fuji APS "Endevour" Kamera eingebaut werden kann.  Sonst gibt es kaum einen Markt für Sucherkamera-Gehäuse.

Für fast alle Spiegelreflexkameras werden von unterschiedlichen Herstellern Gehäuse angeboten. Die unterste Preisgrenze ist etwa DM 1000.-, nach oben können sie noch ein paar Tausender drauflegen.  Es gibt kaum Gehäuse, die man "von der Stange" kaufen kann, es sei denn, man  greift auf einen erfahrenen Hersteller wie z.B. Ikelite zurück.

Leihausrüstung

Durchaus eine Alternative, wenn Sie eine Ausrüstung erst einmal testen wollen, bevor Sie kaufen. Oder wenn Sie selten zum UW-fotografieren kommen. Marine foto bietet Ihnen immer neuwertige Geräte zum Ausleihen an. Zur Zeit die Nikonos V mit Zubehör und die MotormarineII EX sowie die MX10, jeweils mit Zubehör.

Qualitätsansprüche an die Aufnahmen

Die höchste Qualität Ihrer Ausrüstung ist, von der Technik her gesehen, die beste Vorausetzung für gute Bilder. Aber Sie haben ja schon erkannt, was nutzt das beste Werkzeug, wenn man nicht alle Möglichkeiten nutzen kann. Hinzu kommt, daß das Medium Wasser die Schärfe herabsetzt, Wassertrübung wollen wir hier gar nicht betrachten. Schließen Sie einen Kompromiß zwischen Kosten und Qualität. Schauen Sie mal in die Tauchsportzeitschriften, betrachten Sie sich die Fotos und die oftmals veröffentlichten Entstehungsdaten der Bilder. Viele Aufnahmen sind mit Preiswertkameras gemacht und sie sind durchaus anssprechend.

Zugriffsmöglichkeit auf die Erfahrung anderer Unterwasserfotografen

Haben Sie einen "unterwasserfotografischen Exoten", den niemand kennt, können Sie auch keine Tips von anderen Unterwasserfotografen bekommen. Schauen Sie sich mal in Ihrem Verein um, womit fotografieren Ihre Kameraden? Über welche Kameras gibt es Bücher, welche Geräte werden in den Tauchsportzeitungen beschrieben? In vielen Vereinen bzw. in den Landesverbänden gibt es Fotogruppen, hier sind Sie unter Gleichgesinnten und können auf schnellstem Wege die Erfahrung anderer UW-Fotografen übernehmen.

Ausreizbarkeit sämtlicher technischer Raffinessen einer Kamera

Sind Sie engagierteer Hobby-Fotograf und wollen auch unter Wasser alle Möglichkeiten Ihrer Kamera nutzen, gibt es für Sie nur eine Wahl: Bauen Sie Ihre Kamera in ein Gehäuse ein.

Erweiterungsmöglichkeit der Ausrüstung

Auch wenn Sie zunächst mit einer einfachen Ausrüstung beginnen, sollten Sie auf Erweiterungsmöglichkeiten achten. Das wichtigste ist sicher die Möglichkeit ,einen externen Blitz verwenden zu können. An 2. Stelle folgt der Wunsch nach Nahaufnahmeeinrichtungen und danach kommt nach meiner Erfahrung die Anschaffung eines extremen Weitwinkel- objektives oder Weitwinkelvorsatzes, um Übersichtsaufnahmen machen zu können.

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Wie taste ich mich an ein UW-Fotomotiv ran?

1. Schließen Sie Risiken durch den Tauchgang weitgehendst aus.

2. Bleiben Sie im flachen Wasser, 3-5 m Wassertiefe ist genug.

3. Lassen Sie sich viel Zeit, Sie werden sehen, die Lebewesen kommen auf Sie zu .

4. Gestalten Sie Ihr Foto, wie Sie es auch über Wasser machen würden.

5. Vermeiden Sie Aufnahmen, die formatfüllend eine Felswand oder den  Meeresboden darstellen.

6. Versuchen Sie, von unten nach oben zu fotografieren.

7. Versuchen Sie, das Objekt, das Sie fotografieren wollen, durch Veränderung der Aufnahmeposition freizustellen.

8. Ein Stück freies Wasser ist eine gute und eigentlich erforderliche Kulisse, um den Zusammenhang "Fotografie im Wasser "sichtbar zu machen.

9. Versuchen Sie nicht, während eines Tauchganges sämtliche Motive  vom Großfisch bis zur Nacktschnecke zu fotografieren. Konzentrieren Sie sich auf wenige Objekte und arbeiten Sie so lange daran, bis Sie glauben, ein paar gute shots im Kasten zu haben. 


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